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Das Projekt wird gefördert durch die
Stiftung Umwelt und Entwicklung
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Ein Projekt von...

Vom Acker in den Futtertrog - Zukunftsweisende Eiweißfutter-Versorgung für NRW

 "Vom Acker in den Futtertrog" und der Landesverband der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen - AbL NRW - möchten mit diesem von der Stiftung Umwelt und Entwicklung geförderten Projekt die Rolle der Leguminosen für eine zukunftsweisende Eiweißfutterversorgung stärken.  In dem Projekt wird die derzeitige Situation rund um das Thema Eiweißfuttermittel in Nordrhein-Westfalen beleuchtet und mögliche Alternativen zum Status quo erarbeitet.

Die aktuelle Situation in Europa

Die aktuelle Situation ist die, dass ungefähr 70 Prozent der Eiweißträger in den Futtermitteln über Importware - zumeist Soja - gedeckt wird. Dies entspricht einer Menge von etwa 32 Millionen Tonnen Sojabohnen bzw. Sojaschrot. Umgerechnet in Fläche Ackerland entspricht dies einem sogenannten Fremdflächenanteil von ungefähr 16 Millionen Hektar. Allein in Deutschland geht man von einer Fläche in der Größenordnung von 2 Millionen Hektar aus. Der Import hat zum einen den Vorteil, dass mit Soja ein Eiweißträger mit sehr geeigneten Eigenschaften für die Erzeugung tierischen Eiweißes zur Verfügung steht. Dieser hohe Importanteil hat aber auch erhebliche Nachteile. Die überwiegende Menge des Sojas ist gentechnisch verändert und die Flächen fehlen vor Ort für die Produktion von Lebensmitteln. Des Weiteren wurde durch das über Jahrzehnte billige Sojaschrot ein System der tierischen Veredlung erst ermöglicht, welches besonders in den Intensivregionen der Tierhaltung auch hier vor Ort zu immer größeren Problemen führt. Des Weiteren haben die heimische Leguminosen wie Ackerbohnen, Erbsen, Lupinen, Klee und Luzerne, sowie ihre jeweiligen Gemenge mit Gräsern eine geringere Bedeutung.

Leguminosen bieten Chancen

Dabei haben diese Arten einen durchaus positiven Effekt für den Pflanzenbau und Klimaschutz. Sie können enge Fruchtfolgen auflockern und durch ihre Eigenschaft als Leguminose, Luftstickstoff durch ihre Knöllchenbakterien zu binden,  kann in erheblichen Umfang auf energieintensiv hergestellten synthetischen Stickstoff verzichtet werden.

zum Projektflyer

Mehr Informationen rund um das Thema der Eiweißfuttermittelversorgung mit den Leguminosen als zentralen Bestandteil bieten auch die Artikel in der Unabhängigen Bauernstimme und anderen Medien.

Interesse an einer Veranstaltung?

Wenn Ihr Verein, Verband oder Interessensgemeinschaft mehr zu dem Thema wissen will, melden Sie sich einfach bei der Projektleitung im Büro in Hamm unter 02381 9053170.

Das Projekt in ...

  • Hamm: Bioland-Wintertagung innerhalb des Forums "Herausforderungen im Anbau - Kulturen mit Potenzial im Biolandbau", 28-01-2014, mehr
  • Berlin: WWF-Experten-Workshop "Nachhaltigkeit in der Geflügel- und Schweinefütterung", 11-12-2013 mehr
  • Bergkamen: Kurzvorstellung und Diskussion bei NEULAND - 01-03-2012 mehr
  • Barnim:"Heimische Eiweißfuttermittel - eine Alternative für Soja?" - Fachtagung der Gentechnikanbaufreie Region südlicher Barnim, 26-02-2012 mehr
  • Hesel/ Ostfriesland:"Welche Möglichkeiten gibt es für eine regionale Eiweißstrategie?" Abendveranstaltung organisiert von AbL Niedersachsen und Bund Deutscher Milchviehhalter, 20-02-2012 mehr
  • Berlin auf der Grünen Woche:"Landwirtschaft am Sojatropf - Auswirkungen und Auswege weltweit" - Diskussionsveranstaltung der Agrarsozialen Gesellschaft, 26-01-2012