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Förderung

Die vielfältige Fruchtfolge - informieren Sie sich

Vielfältige Kulturen im Ackerbau

Die Agrarumweltmaßnahme "Vielfältige Kulturen im Ackerbau" richtet sich an Betriebe, die das Prinzip der nachhaltigeren Landbewirtschaftung auf ihren Flächen umsetzen möchten.

In Nordrhein-Westfalen wird das Programm "Vielfältige Fruchtfolge" genannt und schon seit einigen Jahren angeboten. Prinzipiell könnten alle Bundesländer solche Programme auflegen. Laut einer Abfrage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft - BMEL - bieten alle Flächenstaaten außer dem Saarland, Sachsen und Brandenburg, für das Jahr 2014 das Programm an.

Gemeinsam haben alle Programme, dass mindestens fünf Hauptfrüchte angebaut werden müssen, einen Mindestanteil Leguminosen bzw. Leguminosengemenge beinhalten und für die gesamte förderfähige Ackerfläche gelten. Die Zahlungen betragen je nach Bundesland und Wirtschaftweise zwischen 40 und 85 Euro pro Hektar.

Wer an der Agrarumweltmaßnahme „Vielfältige Fruchtfolge“ teilnehmen möchte, muss den dazugehörigen Antrag bis spätestens 15. Mai bei der zuständigen Kreisstelle abgeben. Informieren Sie sich aber schon frühzeitig über die genauen Förderbedingungen.

 

Änderungen für 2014/15 geplant!

Durch die verzögerte Umsetzung des Greenings innerhalb der EU-Agrarreform für die Förderperiode 2014 - 2020 werden mögliche Veränderungen innerhalb der Agrarumweltmaßnahmen erst ab 2015 in Kraft treten. 2014 wird in vielen Bundesländern also ein Übergangsjahr sein. Dementsprechend sind mögliche Verrechnungen mit der "Vielfältigen Fruchtfolge" und einem möglichen Leguminosenanbau innerhalb der ökologischen Vorrangflächen noch nicht bekannt.  Weitere Informationen entnehmen Sie dem  Newsletter 01/2014 (754 KB). Auf Seite 12 geht es hier auch um die Agrarumweltmaßnahme "Vielfältige Kulturen im Ackerbau".

 

Neu: Vielfältige Fruchtfolge in Niedersachsen & Schleswig-Holstein

Die Agrarumweltmaßnahme "Vielfältige Kulturen im Ackerbau" wird in Niedersachsen und  Schleswig-Holstein (141 KB) zum ersten Mal angeboten. Das Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen hat eigens die Landwirtschaftskammer beauftragt die Förderhöhen zu berechnen. Die Fördersätze können Sie  hier nachschauen.
Ob andere Bundesländer dieses Programm zum ersten Mal anbieten ist uns nicht bekannt. Zur Sicherheit fragen Sie an den zuständigen Landesämtern nach.

 

Die nachfolgende Darstellung zeigt Ihnen einige Eckpunkte des Programms.

 

Die vielfältige Fruchtfolge - ein Beispiel aus NRW

Gertraud Müller bewirtschaftet einen konventionellen Betrieb mit 120 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche. Von den 120 Hektar sind 20 Hektar Weideland. Seit 2011 nimmt sie an der Fördermaßnahme "Vielfältige Fruchtfolge" teil. Das bedeutet für ihren Betrieb, dass sie sich für fünf Jahre verpflichtet nach den Auflagen dieses Programms zu wirtschaften. Förderfähig sind die 100 Hektar Ackerland. Die Fruchtfolge sieht wie folgt aus:

  • 30 ha Winterweizen
  • 30 ha Wintergerste
  • 15 ha Winterraps
  • 18 ha Silomais
  • 4 ha Ackerbohne
  • 3 ha Kleegras

dies macht in der Summe 100 Hektar für die sie 6500 Euro pro Jahr erhält. Wichtig ist, dass mindestens fünf Hauptfrüchte, nicht mehr als 2/3 Getreide, im Minimum 7 Prozent Leguminosen bzw. Leguminosengemenge, wie zum Beispiel Kleegras, angebaut werden. Die Leguminose darf nicht länger als ein Jahr auf dem Feld verbleiben und es muß nach Ernte oder Umbruch über Winter eine Frucht angebaut werden, die den Stickstoff bindet, zum Beispiel eine Zwischenrucht oder ein Wintergetreide.

Neuigkeit

Es gibt auch die Möglichkeit bei einem Anbau von mindestens 10 Prozent Körnerleguminosen die Förderhöhe im konventionellen Landbau von 65 €/ha auf 75 €/ha und im ökologischen Landbau von 40 €/ha auf 50 €/ha zu erhöhen.

Nordrhein-Westfalen

Hier finden Sie den  Link auf die Seite der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Auf dieser Seite befinden sich die Formulare zum download. In diesem Jahr - leider aktuell - auch der Antrag infolge von Auswinterungsschäden.