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Leguminosen in der Fütterung 

Rindvieh

Kleegras ist schmackhaftes und eiweißhaltiges Grundfutter

 

Früher fast auf jedem Betrieb im Anbau findet man sie heut zu Tage zumeist nur noch im ökologischen Landbau - die Futterleguminosen wie zum Beispiel Rotklee oder Luzerne. Im Gemenge mit Gräsern bilden sie ein schmackhaftes Grundfutter, welches auch gute Silierfähigkeiten aufweist.

Körnerleguminosen sind sehr gut im Kraftfutter verwendbar. Hier spielen zum Beispiel bei der Ackerbohne  die antinutritiven Substanzen wie Tannine und  Vicine und Convicine keine so limitierende Rolle. Im Gegenteil, ein höherer Tanningehalt senkt sogar den Methanausstoss, worauf neuere Untersuchungen hinweisen.

 

Schweine

Die Eiweißversorgung durch Legumionsen hat in den letzten Jahrzehnten eine zunehmende Bedeutung erfahren. In diesem Fall sprechen wir zumeist von der Leguminose Soja und ihrem Koppelprodukt Sojaschrot. Hierbei handelt es sich fast ausschließlich um Importsoja aus Nord- beziehungsweise Südamerika. Aber es geht auch anders. Die regional anbaubaren Leguminosen lassen sich gut in die Fütterung integrieren. Auch in der  konventionellen Landwirtschaft mit ihren noch höheren biologischen Leistungen, können die regional anbaubaren Körnerleguminosen eine bedeutende Rolle einnehmen und so einen Teil des zumeist eingesetzten Eiweißträgers Sojaschrot ersetzen. 

Geflügel

Im Geflügelbereich wird gesagt, dass es am schwierigsten sei auf Soja zu verzichten. Trotz alle dem setzen vor allem Biobetriebe erfolgreich bestimmte Ackerbohnensorten wie Divine und Erbsen mit Prozenanteilen in ihren Rationen von bis zu 15 Prozent ein. Die Lupine ist in der Ernährung der gefiederten Monogastrier nicht häufig anzutreffen.

Antworten

Die Einsatzmengen von Futterkomponenten unterscheiden je nach Tierart und Alter, sowie nach Bewirtschaftung (konventionell oder ökologisch). Generell kann gesagt werden, dass die Reihenfolge bei dem Einsatz von Leguminosen in die Futterration wie folgt ist: Rinder/ Schweine/ Geflügel. Dies gilt für beide Produktionsweisen. Im konventionellen sind in der Regel höhere Menge möglich, da synthetisch Aminosäuren hinzugefügt werden können.  

Es gibt natürlich sehr ausführliche Rechenprogramme, die aufgrund gelisteter Inhaltsstoffe der Futterkomponenten genau die Preise für eine Komponente im Vergleich zur anderen berechnen können. Eine vereinfachte Übersicht in Tabellenform aus dem konventionellen für die Futtererbse stellen wir nachfolgend dar.

Sojaschrotpreis von … €/dt

...Weizenpreis von … €/dt

15

20

25

30

22,3

25,2

27,9

35

25,3

27,8

30,2

40

27,9

30,5

32,8 

Broschüre Gentechikfreie Fütterung

Die Futtermittelbroschüre "Gentechnikfreie Fütterung" bietet Ihnen eine gute Übersicht über Landhändler und Firmen, die gentechnikfreie Ware in ihrem Sortiment haben. Sie können sie kostenfrei  downloaden (1.9 MB).  

Literatur

 

Schweine

Ausführliche Informationen zur Fütterung von Schweinen mit Körnerleguminosen bietet der Vortrag von Dr. Stalljohann, Fütterungsexperte der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfallen, den er auf dem 1. Körnerleguminosentag auf Haus Düsse hielt. Des Weiteren finden Sie  hier (78 KB) einen zusammenfassenden Bericht aus der Unabhängigen Bauernstimme sowie eine längere  Version (286 KB) mit ausführlichen Tabellen, ebenfalls von Dr. Stalljohann.

Die häufigsten Fragen 

Frage 1: "Wieviele Leguminosen kann ich einsetzen?"

Frage 2: "Wie kann ich den innerbetrieblichen Wert für meine Ackerbohne oder Erbse berechnen?"

 Frage 3: "Heimische Körnerleguminosen oder Soja aus Übersee?" Diese Frage stellte sich auch Dr. Stalljohann von der Landwirtschaftskammer in Nordrhein-Westfalen. Seine Antwort lesen sie  hier...